Leere – Unsere Räder gehen auf Reise (Santiago de Compostela)

Es regnet in Strömen, gerade so, als ob dies uns das Ende unserer Reise erleichtern solle. Im Appartement nehmen wir unser gesamtes Gepäck auseinander und schnüren sozusagen unser Bündel neu, sodass wir letztendlich das meiste Zeug in den Packtaschen verstauen, die mit den Rädern und dem Zelt via Spedition auf die Heimreise gehen sollen. Übrig bleibt für jeden ein Rucksack, den wir als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen können.

Ein seltsames Gefühl beschleicht uns, als wir ein letztes Mal die Packtaschen auf den Gepäckträgern einklinken und zum Pilgerbüro fahren, von wo aus alles versendet werden soll.

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Es dauert keine zehn Minuten, dann stehen wir schon wieder vor dem Gebäude und kommen irgendwie richtig leer vor.

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All das, was uns über 3000 km begleitet hat und dessen Benutzung uns zu einer wunderschönen Gewohnheit wurde, fehlt plötzlich und lässt uns in wehmütige Gedanken fallen. Wir können immer noch nicht so ganz realisieren, dass nun wirklich schon alles zu Ende sein soll. Selbst als wir heute Morgen noch unsere Compostela abgeholt haben, war dieses Gefühl nicht so extrem, wie jetzt, in diesem Augenblick.

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Damit wir nicht zu sehr ins Grübeln kommen, ziehen wir noch durch Santiago, bis wir ziemlich nass im Appartement ankommen.

 

 

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Gabi & Christian Berktold