Besiedlung des verlassenen Dorfes (Vilalba nach Miraz)

Danke für’s Daumendrücken … wir haben es gestern gerade noch bis zu einem verlassenen Dorf geschafft, wo uns die Geister der grauen Vorzeit mit einem lauten MUH begrüßten.

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Nach ausgiebiger Begehung beschlossen wir, unsere Nacht dort zu verbringen. Grusel – Grusel – nee quatsch, es war einfach nur klasse!

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Wir schlugen unser Zelt auf dem imaginären Dorfplatz direkt unter einer großen Esskastanie auf und genossen die Einsamkeit … Bis die Geisterkuh mit ihrer Freundin vor dem Zelt stand. Ausgebüxt … Egal … Noch lange sitzen wir inmitten der Ruinen und mutmaßen über deren Glanzzeiten.

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Die Nacht haben wir ohne Spuk überstanden, und trotz Dorfplatz werden wir von den vorbeipilgernden Pilger nicht gesehen … Es mutet uns seltsam an, dass die Leute einfach nur mit starrem Blick nach vorne durch die schönste Gegend laufen, ohne auch nur einen Blick nach links oder rechts zu verschwenden. Sie erahnen wohl nicht im Geringsten, was sie alles versäumen.

Wir jedoch kommen vor lauter Begeisterung mal wieder nicht in die Gänge und verlassen den Ort der Stille erst wieder gegen Mittag.

Wieder über gigantische Pisten und Pfade führt uns unser Weg gerade hin zu einer mittelalterlichen Brücke, an der wir unser Brunch einnehmen.

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Irgendwie warten wir immer darauf, dass eine Pferdekutsche hier erscheint und hochherrschaftliche Damen in weiten Röcken durch die Gegend gefahren werden, bzw. Ritter, die über die Steine galoppieren, ihren Abenteuern entgegen … Hach ja – träumen macht Spaß. Überhaupt … Steine … Wir sehen die unterschiedlichsten und kunstvollsten Steinmauern, die sicherlich auch viel aus der Zeit ihrer Entstehung erzählen könnten.

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Nebenbei knacken wir heute auch noch die „100 km bis Santiago“-Grenze.

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Weiter geht es zu einem mystischen Ort inmitten eines Waldes, wo wir eine Kirche vorfinden, die uns in ihren Bann zieht.

Die Atmosphäre und Ruhe, die hier herrschen, sind unbeschreiblich … das muss man einfach selbst erleben.

Letztendlich stranden wir in Miraz, wo wir uns noch eine Kleinigkeit zu essen kaufen, dann suchen wir uns einen schönen ruhigen, uneinsehbaren Wiesenplatz am Rande des Jakobsweges. Gerade noch rechtzeitig, ehe es leicht zu regnen beginnt, steht das Zelt, und wir haben Feierabend.

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Gabi & Christian Berktold