Wir starten „unseren“ Camino del Norte (Hondarribia nach San Sebastian/Igueldo)

Regen, Gewitter, Regen, Gewitter … Gewitter … R … Das hatten wir bereits …

Also erst mal gucken, ob wenigstens das Internet tut, damit wir die fälligen Blog-Beiträge einstellen können … Bis mittags, 12.00 Uhr haben wir es dann auch geschafft. Keine Minute zu früh, denn jetzt endlich scheint die Sonne! Na also! Geht doch!

Vom Campingplatz geht’s nun direkt bergauf nach „Guadalupe“.

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Ermita Guadalupe

In der Kapelle ist gerade Gottesdienst und richtig was los. Der Pfarrer und seine Schäfchen haben sehr schön gesungen. Leider verstehen wir von der Predigt kein Wort. Sie muss jedoch sehr ergreifend gewesen sein, wie wir an den Gesichtern der Kapellenbesucher feststellen können.

Von hier oben aus haben wir eine wunderbare Aussicht auf Hondarribia, den Strand von Hendaye, die Bucht von Ciboure (da, wo die Räder in Reparatur waren) bis hinüber nach Biarritz.

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Nach diesen ersten 300 Höhenmetern sind wir so richtig warm geworden (Korrektur: Uns war gnadenlos heiß!!!), sodass wir uns entschließen, noch nicht nach Paseia abzufahren, sondern doch noch den Jaizkibel in Angriff zu nehmen.

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Sieht nicht viel aus, aber Anstieg immer von Meereshöhe aus

(Jaizkibelnochmal war der steil!)

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Jaizkibel

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Da lang …

Danach dann aber erst mal 10 km Asphalt-Downhill mit herrlicher Aussicht, die für den Ihr-wisst-schon-Kibel absolut entschädigt.

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Und schon sind wir in Paseia angelangt. Nun nur noch schnell auf die Fähre, dann kann‘s weiter… Moment mal – kriegen wir auf das Miniteil überhaupt unsere Fahrräder drauf?

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Die „Fähren“

Wird spannend, vor allem, weil wir sicherheitshalber erstmal alles abladen, da wir die Räder samt Taschen nicht über die Reling gewuchtet kriegen. Aber so klappt es dann doch ganz wunderbar. Kibeldingensnochmal, wir sind begeistert.

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Keine fünf Minuten später stehen wir im gleichen Ort, aber drüben auf der anderen Seite, und schon kann’s weitergehen. Erst aber noch – na was wohl? Eine kalte Cola oder zwei oder drei …

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Dann endlich düsen wir weiter nach San Sebastian. Obwohl da ebenfalls ziemlich viel los ist, gefällt uns diese Stadt doch wesentlich besser als Biarritz.

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Irgendwie hetzen da die Menschen nicht so hin und her sondern strahlen eine gewisse Gelassenheit in ihrer Hektik aus. Klingt blöd, kaum zu verstehen, ist aber so.

Auch können wir nicht verstehen, warum die Wellenreiter nach Biarritz fahren. Die besseren Wellen sind – zumindest heute – eindeutig hier in San Sebastian. Ein kleines Video darüber gibts hier.

Wir reiten in Gedanken noch ein paar Wellen, dann satteln wir wieder unsere Räder und fahren weiter, um einen Campingplatz zu finden.

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Google meldet: Nächster Campingplatz 6,5 km, das klingt gut, … a b e r … nochmal 460 Höhenmeter, … das ist kibelmäßig bitter!!! Egal … Duschen ist dringend angesagt, also düsen wir los in radelnder und schiebender Weise (Frau wird heute KEINEN Berg mehr bezwingen!!!) und haben es schlussendlich gegen 20.00 Uhr geschafft. Igueldo!!! (Hab ich schon erwähnt, dass ich noch nie einen so tollen Campingplatz mit einem solch wundervollen Namen besucht habe?!? Jaiz-was-auch-immer, bin ich heute kaputt!)

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Gute Nacht, Welt … Ich werde von den niedrigsten Gängen und den höchsten Aufstiegen träumen …

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Gabi & Christian Berktold