Wir planen die Tour neu (Aumont – Nasbinals)

So, heute schreibt hier Gabi mal wieder. Werdet ihr auch gleich daran merken, dass ich weniger über Land und Leute berichte, dafür ein wenig mehr von und über uns.

Nachdem wir eine sehr angenehme und ruhige Nacht auf dem communalen Campingplatz, der übrigens sehr sauber und schön war, verbracht haben, haben wir den Morgen recht geruhsam angehen lassen. Erst mal noch Wäsche waschen und trocknen lassen und in aller Gemütsruhe unseren Krempel zusammenpacken. Erst jedoch noch eine kleine Rückenmassage für mein Herzblatt, der sich, nachdem seine Isomatte, wie schon geschrieben, den Geist aufgegeben hatte, rückenmäßig kaum mehr rühren konnte. Anm.: Inzwischen gehts ihm schon wieder besser.

Danach machen wir uns so gegen 10.30 Uhr auf die Socken, guten Mutes, heute einiges an Kilometern zu schaffen. Ja klar – hätten wir auch, wenn … ja, wenn da nicht dieser saumäßige Gegenwind gewesen wäre, der uns immer wieder um ein paar Bars zurückgeworfen hat. Gleichermaßen machte uns auch die Hitze heute wieder ziemlich zu schaffen. Es waren ca. 35 Grad, also gefühlte 45, was unseren Kreislauf etwas durcheinander brachte. Da half zeitweise noch nicht mal mehr die eisgekühlte Cola, die uns sonst immer wieder auf die Reihe bringt.

Also lange Rede, kurzer Sinn, heute haben wir nur schlappe 25 km geschafft. Schieben wir das also alles mal auf den Wind, die Sonne und … den platten Reifen, der dieses Mal an Christians Rad urplötzlich aufgetreten ist und geflickt werden wollte.

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Dieses Bild spricht für sich selbst

Nichts desto trotz sind wir wieder durch eine interessante, teilweise sehr schöne Landschaft gefahren, die wir schlicht und ergreifend das „französische Irland“ getauft haben.

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Aubrac-Hochland

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„Französisch Irland“

Grüne Weiden, Trockenmauern aus Naturstein und viele, viele Schafe … oder waren das wohl doch eher Kühe (?), sprich die von Christian hochgelobten Aubrac-Rinder, die sich des Morgens im Übrigen gleich mal alle aus ihrer Schlafposition erhoben haben, als wir ihnen einen guten Morgen wünschten.

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Unser morgendliches Begrüßungskomitee

Letztendlich standen sie alle am Zaun, und wir haben uns gut unterhalten.

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Und noch einmal unsere Freunde

Die Aubrac-Hochebene ist wunderschön anzuschauen, sofern man nicht vom Seitenwind in den Graben geblasen wird. Auch ein paar hübsche Kirchen haben wir wieder besucht. Jede einzelne ist für sich etwas ganz Besonderes.

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Ach ja, und an einer kleinen Kapelle haben wir wieder mal einen schönen Muschel-Hinweis gesehen.

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1445 km … für uns allerdings noch etwa 300 km weiter

Wir haben also nicht viele Kilometer geschafft, aber dafür haben wir unsere weitere Tour neu geplant. Wir werden viel weiter nördlich bereits in Richtung Küste abbiegen und planen nun, unterhalb von Biarizz auf den Atlantik zu treffen, um uns dort – sofern die Wellen es zulassen – den Dreck der Jahrtausende, sprich der letzten Wochen, abzuspülen. Na ja, okay … ganz so schlimm ist es nun – Dank Campingplätze – auch wieder nicht, aber mal so eben in den Atlantik zu springen, darauf freuen wir uns schon sehr … Sind wir jetzt endlich am Atlantik??? *nerv* (Sind ja „nur noch“ 700 km …)

Für den Augenblick sitzen wir nun hier im Aufenthaltsraum des Campingplatzes und versuchen, das Internet so lange stabil zu halten, bis dieser Blogbeitrag samt seinen Bildern steht.

Ich sende euch liebe Grüße … bis dann … wir lesen uns …

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Gabi & Christian Berktold