Voll ins Grüne (Gabarret nach Mont de Marsan)

Nachdem wir morgens früh mal wieder 1,5 Stunden mit Kaffeetrinken vertrödelt haben, geht’s nun doch endlich los.

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Wir haben einen relativ neuen Rad-/Reitweg ausgemacht, der von Gabarret bis nach Mont de Marsan führt. Unter Voie Verte hatten wir uns einen Weg durchs Grüne vorgestellt.

 

Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen, denn nicht nur das Umfeld war grün, sondern auch weitgehend der Weg. Es war einfach nur gigantisch!!!

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Mindestens genauso schön war ein kleiner Ort, in dem wir eine Pause einlegten. Labastide d’Armagnac. Ein traumhaft schöner Dorfplatz mit original erhaltenen, bzw. sehr schön restaurierten Häusern und einer schönen Kirche.

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Auf diesem Platz fühlt man sich sofort wohl und irgendwie wie in Frankreich vor 30 Jahren.

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Wir fahren also frohgemut so vor uns hin,

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als wir nach ca. 40 km jäh aus unseren grünen Träumen gerissen werden.

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Eine Barriere – was soll das denn? Nicht nur gesperrt, sondern auch Weg zu Ende und die gedachte Fortsetzung der Strecke war vollends mit mannshohen Brennnesseln und Brombeerranken zugewachsen. Und was jetzt? Zurück zur Ausfahrt des letzten Ortes oder Augen zu und durch?!?

Wer uns kennt, weiß, dass wir uns für Letzteres entschieden haben. Also eine Runde Schieben angesagt, bis unser Teesieb vermeldet, dass wir alles letztendlich in ein paar hundert Metern überstanden haben.

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Auf das Sieb ist mal wieder Verlass, und so können wir schon bald unseren Weg in der gewohnt traumhaften Umgebung tatsächlich bis Mont de Marsan fortsetzen, was heißt: 65 km auf nahezu ebener Strecke, einfach klasse.

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In Mont de Marsan gönnen wir uns ein Banana-Split, holen uns einen neuen Stempel für den Pilgerpass, dann fahren wir aus der Stadt raus, um in einem riesigen Einkaufszentrum, welches auch einen Intersport enthielt, eine neue Matte und eine etwas leistungsstärkere Fahrradpumpe zu kaufen. Auf Fressalien verzichten wir angesichts der Schlangen, die sich vor den Kassen gebildet haben. Dafür gehen wir noch schön beim Italiener zum Essen und fahren anschließend bei beginnender Dunkelheit noch etwa 5 km raus in die Pampa, bis wir einen geeigneten Schlafplatz für uns gefunden haben. Bei Dunkelheit bauen wir das Zelt auf – darin sind wir mittlerweile richtig gut, und wir sind froh, dass da jeder Handgriff sozusagen blind passt. So, das war’s für heute.

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Gabi & Christian Berktold