Le Puy und das Vellay  (Le Puy nach Le Vernet)

Heute war ein besonderer Tag, nach einer besonderen Nacht auf Le Puys Campingplatz! Wir hatten gestern ja beschlossen in diesem schönen Ort zu bleiben, weil wir ihn uns gerne noch genauer anschauen wollten. Da es gestern jedoch ziemlich geschüttet hat, haben wir das Sightseeing auf heute verschoben.

 

Gut ausgeruht wollten wir eigentlich schon am frühen Morgen starten, jedoch waren wir von dieser zurückliegenden Nacht derart gerädert, sodass wir erst später aufbrachen. Warum wir gerädert waren? Nun, da waren Kleinkinder, die bis mitten in der Nacht geschrien haben (das war das kleinste Problem), dann einige betrunkene Gesellen, die direkt neben uns ihre Biertischgarnitur aufgeschlagen hatten und bis irgendwann nach 2.00 Uhr sich lautstark unterhalten hatten, und die Krönung war ein Pärchen im Zelt nebenan, welches gegen 2.30 Uhr damit begann, sich ihren Gefühlen hinzugeben mit lautstarkem Gestöhne, spitzen Schreien, etc., … nach einer Stunde noch kein Ende in Sicht, bis sich eine andere Campingplatzbenutzerin erbarmt und das Zelt der Stöhnenden kräftig durchschüttelte mit – ich nehme an – wüsten Beschimpfungen … na ja, jedenfalls war danach Ruhe … bis ca. 5.00 Uhr … dann gings wieder los. Okay, wollt ihr gar nicht wissen.

Dann lieber mal Le Puy beschreiben, denn dieses Städtchen ist – vor allem in seinem Altstadtbezirk – allererste Sahne!

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Wir besuchten die Kathedrale Notre Dame und waren hierbei vor allem von dem Bereich der „Schwarzen Madonna“ angetan. Dort, wo ein paar Bänke für Gläubige stehen, ist eine unglaubliche wundervolle Energie zu fühlen … Unwahrscheinlich stark – uns wurde gleich mal siedend heiß …

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Im Anschluss daran stiegen wir zur Madonnen-Statue hinauf, alles ziemlich steil, sodass wir ziemlich ins Schnaufen kamen, aber das soll ja nichts heißen.

Später dann noch der Aufstieg zu der kleinen Kirche St. Michael, die auf einer Basaltspitze, hoch über der Stadt, erbaut wurde. Auch hier herrschte eine ganz spezielle Energie.

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Nachdem wir die ziemlich steilen Wege durch die Altstadt wieder hinunter bis zum Campingplatz gegangen waren, uns anschließend noch ein wenig gestärkt hatten, packten wir unsere restlichen Sachen zusammen und machten uns gegen halb zwei endlich auf die Socken, bzw. auf die Räder.

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Von Le Puy geht es heute noch hinauf in das Velay. Das ist eine vulkanische Hochebene am süd-westlichen Rand des Zentralmassivs. Aber wie das nun mal so ist … unsere – im speziellen meine (Gabis) Schenkel wollten heute noch nicht so, wie ich es wollte, und irgendwie empfand ich die heutige Fahrerei, die doch an die 650 Höhenmeter auf 25 km in sich hatten, als Quälerei.

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Zum guten Schluss fuhr ich dann noch in eine Minischerbe, die mir den ersten Platten auf dieser Reise bescherte.

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Also mal eben schnell noch in Teamwork den Reifen geflickt, dann noch ein paar wenige Kilometer weiter in das Dörfchen Le Vernet, wo wir auch einen netten offenen Campingplatz finden, auf dem für die Nacht nur noch drei Wohnmobile stehen … Alle sind froh, wenn man sie in Ruhe lässt, und wir sind davon überzeugt, dass auch wir heute Nacht wieder ruhig schlafen können. Und morgen … morgen geht’s dann zum nächsten Aufstieg … Gute Nacht alle miteinander …

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Gabi & Christian Berktold