Dem Großstadt-Dschungel entronnen (Somo nach Requejada)

Irgendwie will uns Santander heute nicht so recht loslassen. Nachdem wir nach einer mehr oder weniger lauten Nacht doch endlich Schlaf gefunden hatten, werden wir am frühen Morgen vom Wecker des Zeltnachbarn geweckt. Klasse! Somit können wir schon bald losradeln … theoretisch … praktisch sieht es anders aus. Wir müssen erst mal den Blog wieder auf Vordermann bringen, und da ausnahmsweise mal das WIFI einigermaßen gut funktioniert, seid ihr, liebe Leser, somit wieder auf dem Laufenden. Gekostet hat uns dies allerdings den gesamten Vormittag. Aber das tun wir doch gerne für euch …

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Blick auf Santander

Gegen 12.00 Uhr sind wir dann endlich fertig mit Packen und begeben uns wieder zur Fähre in Somo, die uns nach Santander übersetzt.

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Knapp 40 Minuten später sitzen wir dann endlich auf den Fahrradsätteln und freuen uns, dass wir der Großstadt entrinnen.

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„Unsere Fähre“

Klappt auch ganz gut … theoretisch … praktisch verpassen wir irgendwie unsere Straße und verfahren uns ganz gewaltig … Vielleicht hätten wir doch das Teesieb gleich anschalten sollen, aber wir dachten, dass wir auch ohne GPS überlebensfähig sind *räusper*.

Inzwischen ist es schon 14.00 Uhr, und wir fahren irgendwie immer noch im Kreis. Also doch das Teesieb anwerfen, und siehe da, es hat auch gleich einen hübschen Wegvorschlag für uns. Erst mal geradeaus weiter dem Radweg folgen und nach einer Weile sind wir dann auch schwupps auf einer akzeptablen Straße. Mann, das hätten wir auch alleine hinkriegen können! Ein Lob dem „Sieb“. Aber halt, wie jetzt … Die Straße endet direkt vor einer Treppe unter den Bahngleisen von Santander.

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Wir ziehen das Lob zurück und bugsieren mit vereinten Kräften unsere Räder samt Gepäck nach oben. Derweil ist es etwa 15.30 Uhr – Zeit für die Kaffeepause!!!

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Hach ja … und DIE zieht sich hin. Wir sinnieren über uns und unseren Weg, tauschen Gedanken aus, freuen uns über unsere Tour (wenn sie nicht gerade so verläuft wie heute), und derweil sich das „Sieb“ wieder neue Gemeinheiten in Bezug auf Höhenmeter ausdenkt und uns auch sogleich präsentiert, als wir wieder weiterfahren. Kibelnochmal, irgendwie ist heute nicht unser Tag …

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… und dann war da noch eine Kuh…

(Fast) klaglos fahren wir jeden einzelnen Höhenmeter in Richtung Requejada und erreichen das Städtchen auch tatsächlich gegen 19.15 Uhr.

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… und plötzlich auch noch ein Pferd mit trächtigem Schaf … 🙂

Rasch noch etwas einkaufen, dann wollen wir noch ca. 7 km weiter zu einem Campingplatz fahren. Im letzten Moment schauen wir noch einmal in den Reiseführer und lesen von der kleinen Herberge in Requejada. Diese fahren wir dann auch direkt an und dürfen dort auf der Rasenfläche unser Zelt aufbauen! Super, denn so richtige Lust auf die 7 km hatten wir auch nicht mehr, zumal nicht klar war, ob der Campingplatz gegen 21.00 Uhr überhaupt noch offen gehabt hätte.

 

So sitzen wir jetzt hier vor der Herberge, lassen es uns gut gehen, schreiben noch den heutigen Blogartikel und stellen uns mental auf morgige Teesiebgemeinheiten ein. Gute Nacht Welt – heute war ein lockerer Tag!

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Gabi & Christian Berktold