Teil 6: Camino a Finisterre / Muxia

Santiago de Compostela ist für uns natürlich ein wichtiger Zwischenpunkt unserer Reise, aber natürlich noch nicht der Endpunkt. Wir wollen nach Muxia und dann ans Cabo de Finisterre, ans „Ende der Welt“. Übersetzt bedeutet Finisterre bzw. Fisterra: „Ende der Welt“. Mittlerweile weiß man jedoch, dass dies eigentlich nicht ganz stimmt, da es noch einen westlicheren Punkt des europäischen Festlandes gibt, welcher sich in Portugal, etwa 40 km westlich von Lissabon befindet. Dieser könnte natürlich das Ziel einer der nächsten Radreisen werden, mal sehen.

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Iglesia de Santa Maria

Zunächst wird uns unser Weg von der Kathedrale in Santiago de Compostela durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend in einem steten Auf und Ab nach Muxia führen. Seit vielen Jahrhunderten wird hier die „Virxe da Barca“, die Jungfrau im Steinschiff verehrt. Die Kirche Iglesia de Santa Maria ist hier direkt am Ufer des Atlantik, an der Costa da Morte, erbaut.

Nahe an der Atlantikküste führt uns unser Weg dann an den Endpunkt unserer Reise, ans Cabo de Finesterre.

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Finesterre

Dieser Teil des Küstenstreifens nannten die Römer „Promontorium Nerium“, auf dessen Höhen  sie ein „Ara Solis“, einen Sonnenaltar erbauten. Das Land nannten sie Finis Terrae, das Ende der Erde. Seit dieser Zeit ist das Kap Finisterre von Mythen und Legenden umgeben. Die Galläker, ein keltisches Volk, die sich im Altertum an den Küsten Galiciens ansiedelten, glaubten fest an den Mythos der Insel der Seligen. Vom Kap Finisterre konnte man hinausblicken auf den Horizont und auf die unendlichen Weiten des Atlantiks. Die untergehende Sonne weist den Weg zur sagenumwobenen Insel.

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Km 0 – das Ende der Welt

In der Nähe des Leuchtturms führt ein Weg zum Gipfel des Monte de Facho (242m), in dessen Nähe auch die Reste des legendären Sonnenaltars „Ara Solis“ zu finden sein sollen. Eine Kultstätte der Antike, hier fanden Fruchtbarkeits- und Sonnenriten statt.

Dies ist dann auch der westlichste und auch theoretische Endpunkt unserer Reise. Natürlich müssen wir aber auch noch unsere Rückreise antreten, die zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen ist. Wir werden erst kurzfristig schauen, welche Flugverbindungen zum Zeitpunkt unserer Ankunft in Frage kommen.

Zur Option steht: Zurück nach Santiago zu radeln und von dort nach Frankfurt zu fliegen oder nach Porto an die portugiesischen Westküste, um von dort einen Flieger nach Memmingen zu nehmen. Internet sei Dank fällen wir diese Entscheidung kurzfristig.

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Gabi & Christian Berktold